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Pressekonferenz 2002

Kraffel

Was Augenärzte von Politikern wissen wollen

Wie soll die fachärztliche Versorgung in Zukunft funktionieren?
Ob Politiker in der Lage sind, die Fragen mit der gebotenen Objektivität zu beantworten, dürfte im Wahljahr besonders großen Zweifeln unterliegen.

Lang gehegte Parolen und Vorurteile stehen auf dem Prüfstand:

"Der ungehinderte Zugang zum Facharzt kostet zu viel Geld und bringt für den Patienten keinen Vorteil."

"Der Hausarzt ist dafür qualifiziert, in jedem Fall zu entscheiden, welche Maßnahmen zu Diagnose und Therapie einer jeden Krankheit zu ergreifen sind."

"Für die hausärztliche Versorgung muss mehr Geld bereitgestellt werden."

"Die Ressourcen der Kliniken werden zu wenig genutzt."


Die Wirklichkeit ist eine andere:
Frage:     
Können die deutschen Augenkliniken damit rechnen, dass mit den Änderungsvorschlägen zum Fallpauschalengesetz auch die bislang undifferenzierte und schädliche pauschale Einteilung der Augenoperationen durch eine adäquate Regelung ersetzt wird?

Der im Bundesrat abgelehnte Entwurf schert alle Augenoperationen ungeachtet ihrer erheblich unterschiedlichen Schwierigkeitsgrade über einen Kamm. Er ignoriert den Stand der Wissenschaft ebenso wie die negativen Erfahrungen, die mit den DRG-Codes (Diagnosis Related Groups) in Australien und den USA gemacht wurden.

Frage:     
Wann wird das Geld der Leistung folgen?

Noch immer werden Ärzte nach Punkten honoriert, deren Wert von Quartal zu Quartal sinken kann.

Frage:     
Inwieweit soll das Sachleistungsprinzip durch das Kostenerstattungsprinzip ersetzt werden?

Zurzeit macht der rheinlandpfälzische Sozialminister Florian Gerster von sich reden, indem er erstattungspflichtige und freiwillig abzusichernde Behandlungskosten trennen will.

Frage:     
Soll im Rahmen einer integrierten Versorgung das Berufsrecht dergestalt geändert werden, dass Ärzte das Abgaberecht für Heil- und Hilfsmittel bekommen?

Eine integrierte Versorgung bedeutet eine Sektoren übergreifende Versorgung. Hierbei kann nicht nur die Sektorengrenze zwischen Klinik und Praxis des niedergelassenen Arztes gemeint sein, da es dort schon immer Überbrückungen gegeben hat (Polikliniken, Ermächtigungen, Belegärzte).
Integrierte Versorgung bedeutet auch eine Öffnung der Schranken, z.B. in den Pharmasektor oder die Hilfsmittellieferung für den Arzt oder in enger Kooperation mit einem Apotheker bzw. Hilfsmittellieferanten. Derartigen Modellen steht derzeit das Berufsrecht entgegen. Wollen die Politiker auf eine Änderung des Berufsrechtes drängen?

Dr. med. Uwe Kraffel
1. Vorsitzender
Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA)
Kantstraße 75
10627 Berlin
Tel.: 030-3238335 · Fax: 030-43490194
E-Mail:u.kraffel@augen.de