Pressekonferenz 2017

Düsseldorf, 14. März 2017

Sehr geehrte Damen und Herren,

die 18. Augenärztliche Akademie Deutschland steht unter dem Generalthema:

Demographischer Wandel –
Herausforderungen und Perspektiven für die Augenheilkunde

Medizinisches Wissen vermehrt sich exponentiell und geht mit neuen diagnostischen und therapeutischen Verfahren einher. Das ist keine neue Erkenntnis. Aktuell kommt zur explosionsartigen Vermehrung des Wissens und den daraus resultierenden steigenden Behandlungszahlen eine weitere große Herausforderung insbesondere auf die Augenheilkunde zu: Niemals zuvor war der demographische Wandel derart ausgeprägt wie heute. Die Augenheilkunde ist davon übermäßig betroffen, da die typischen Augenerkrankungen im höheren Lebensalter häufiger auftreten. Da man diese in aller Regel gut behandeln kann, nehmen der Arbeitsumfang und der Versorgungsbereich für Augenärzte immer weiter zu.

Zur allgemeinen und brisanten Situation spricht eingangs der 1. Vorsitzende des Berufsverbands der Augenärzte (BVA), Prof. Dr. med. Bernd Bertram: Vor dem Hintergrund begrenzter Ressourcen und knapper Kassen muss der Versorgungsauftrag erfüllt werden.

Vorwiegend im höheren Lebensalter treten arterielle Gefäßverschlüsse im Auge auf. Über deren Diagnostik und Therapie wird Prof. Dr. med. Nicolas Feltgen, Göttingen, sprechen.

Mit zunehmendem Lebensalter ist das Glaukom von immer größerer Bedeutung. Aufgrund der immer ausgefeilteren Diagnostik kann die Therapie der Erkrankung noch stärker individualisiert werden. Frau Prof. Dr. med. Esther Hoffmann, Mainz, wird erläutern, welche diagnostischen Werkzeuge insbesondere in der Verlaufsbeobachtung zum Einsatz kommen.

Zum unerlässlichen diagnostischen Hilfsmittel entwickelt sich immer mehr die Optische Kohärenztomographie (OCT). Das OCT-Gerät ersetzt nicht die Erfahrung des Augenarztes, es ist jedoch in der Lage, Befunde so zu quantifizieren, dass daraus konkrete Empfehlungen abgeleitet werden können. Prof. Dr. med. Reinhard Burk, Bielefeld, erläutert, welche Erkrankungen des Sehnervs damit besonders gut diagnostiziert werden können. Die OCT hat der Augenheilkunde eine neue Dimension eröffnet und ihre Entwicklung ist keineswegs abgeschlossen. Das Auflösungsvermögen und die Aussagekraft dieses bildgebenden Verfahrens verbessern sich stetig.

Typisch für Krankheiten im höheren Lebensalter sind Veränderungen im Lidbereich. Diese können unter Umständen „nur“ optisch störend sein, aber sie können auch erhebliche Funktionseinbußen mit sich bringen. Über die chirurgischen Verfahren im Lidbereich spricht Prof. Dr. med. Christoph Hintschich, München.

Aufgrund der Komplexität der neuen Verfahren ist eine möglichst gute Kooperation von Kliniken und niedergelassenen Kollegen von größter Bedeutung. Ein gutes Verhältnis der beiden größten ophthalmologischen Fachgesellschaften, DOG und BVA, schafft dafür beste Voraussetzungen.

Dr. Georg Eckert, Pressereferent BVA



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